Als hätte der Himmel mich vergessen – Amelie Sanders

#Anzeige, #Erfahrungen, #HäuslicheGewalt #Verwarlosung

Autorin : Amelie Sander

Genre: Erfahrungen

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 368

368 Seiten, die mich fassungslos, sprachlos und auch entsetzt haben. Ein Leid hinter verborgenen Türen, welches unvorstellbarer nicht sein konnte. Viel schlimmer aber noch, wie lange Zeit dies im Verborgenen geblieben ist. Privatpersonen wie Pädagogische Fachkräfte, sowie auch Polizei, warum haben sie weg gesehen, nichts bemerkt ? Und das hinter verborgenen Türen Deutschlands.

Letztlich die Tatsache, dass diese Taten überhaupt verjährt sein können – die Täter schuldfrei davon kommen und das Opfer niemals Vergeltung und Gerechtigkeit erleben wird.

Was Amelie von Kindheit an erleben musste wird in dieser Geschichte unverblümt in aller Grausamkeit dargestellt, aber auch ihr Weg aus der Hölle, den sie als bereits Erwachsenen Frau mit Hilfe von Freunden und dem Kloster schafte. Ein harter Weg trotz allem, denn mit 20 Jahren musste sie erst lernen zu leben, ja zum Leben sagen und versuchen, dieses Martyrium zu verarbeiten.

Was soll diese Geschichte bezwecken ?

Die Menschen zu sensibilisieren hin zu sehen, zu beobachten, aber auch Aussagen von Angehörigen zu hinterfragen. Wie in diesem Fall wo es um Amelie ging ( es könnte jedes Kind betreffen ) stellte sich die Stiefmutter sehr gekonnt als Opfer dar, als liebende leidende Mutter, was aber hinter verschlossener Tür geschah erfuhr niemand.

Wie ging es mir beim Lesen:

Der sehr flüssige Schreibstil, lies mich mit Amelie mitfühlen. Es gab Situationen, da musste ich das Buch weg legen und erst mal verdauen was ich da las, es hinterließ mich fassungslos. Es gab auch stellen, wo mir buchstäblich schlecht wurde und natürlich war ich wütend und stellte mir immer wieder die Frage – warum sieht da nur keiner genau hin.

Es ist keine Geschichte für schwache Nerven und gehört mit Sicherheit nicht zur gewöhnlichen Unterhaltungslektüre – eine Geschichte die man mal so zum Zeitvertreib liest. Sie ist hart – sie ist ehrlich und mit Sicherheit nicht verschönt dargestellt.

Ich finde es gut, dass die Autorin genau diese Geschichte veröffentlicht hat, denn vielleicht schafft sie damit, ein paar wenige Menschen die Augen zu öffnen.

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